Lob des Fahrradfahrens

Ich kann jetzt nur für mich sprechen, aber „seit Corona“ – und dieser epochale Einschnitt hat sich im Sprachgebrauch ja längst etabliert – also „seit Corona“ fahre ich viel mehr Fahrrad. Zudem radel ich auch mit viel mehr Genuss, Genügsamkeit und Freude über diese wunderbare Erfindung der Fortbewegung als noch „vor Corona“. Bei der Recherche zu Marc Augé, dem französischen Ethnologen und Anthropolgen und seinem Text über die „Nicht-Orte“ für unsere Rubrik Utopische Orte, entdeckte ich nun, dass auch er sich mit diesem Fortbewegungsmittel beschäftigt hat: In seinem „Lob des Fahrrads“, erschienen 2016, bekommt das Fahrradfahren eine ganz andere Ebene – bis hin zu einer regelrechten Widerstandsbewegung. Ein Artikel in der NZZ gibt einen kleinen Einblick. Ab sofort werde ich mit noch mehr Freude in die Pedale treten, die beiden Texte von Augé lesen – und mir auf jeden Fall für den Herbst eine regendichte Hose zulegen!